Über uns

Jugendhilfe Projekt Pilger

Ins Leben gerufen wurde das „Jugendhilfe Projekt Pilger“ von Wladimir Ziegler. Der Psychologe, Musikpädagoge und Dirigent wurde am 02.03.1960 in Altai-Sibirien (UdSSR) geboren. Er beherrscht die Landessprache, verfügt über die notwendigen Kontakte vor Ort (Deutsche Botschaft, Bildungsministerium, Abteilungen des Innenministeriums, berufsbildende Einrichtungen usw.) und hat umfangreiche geografische Kenntnisse. Der außerdem als Bergretter und Kletter-Trainer ausgebildete Pädagoge besitzt langjährige Erfahrungen in der Arbeit mit verhaltensauffälligen Jugendlichen.

Wladimir_Ziegler_Jugendhilfe_Pilger

Bereits Mitte der achtziger Jahre gründete und leitete der Musiklehrer des Dorfes Nowo-Pokrowka in Kirgisien den Verein „Strannik“ (Kinder und Jugendliche Bergwanderer).
Das Ziel der Vereinigung ist seit ihrem Bestehen:
„Durch Erfahrungen in der Natur und Einheit mit der Natur zum selbstbewussten Leben in der Gesellschaft gelangen“.
Seine Erfahrungen sammelte Wladimir Ziegler u. a. durch die Arbeit als Erzieher und Gruppenpädagoge in Kinderheimen (1993-1995) und bei der Durchführung der unterschiedlichen Auslandsprojekte: Reiseprojekt 1995; erlebnispädagogisches Projekt 1997/99 (mit anschließender Nachbetreuung in Deutschland); Standprojekt 1999/2001 und Koordination von 5 Projekten im Jahre 2000; Leitung von mehreren Projekten seit 2001.
Im Januar 2010 hat Wladimir Ziegler die Betriebserlaubnis (§§ 45, 48a SGB VIII) für eine eigene „Intensivpädagogische Betreuungs-GmbH Pilger“ erworben und bereitet weitere pädagogische Projekte vor.
Seit Anfang Oktober 2016 ist der Geschäftsführer der GmbH Igor Lukaschev, der Gesellschafter ist Nikolay Falko.

Fachkräfte

Das Leitungsteam „Pilger“ besteht aus:

  • dem Gesellschafter (Berater, Erzieher, ausgebildeter praktischer Psychologe; berufsbegleitende Ausbildung zum Gestalttherapeuten, Fortbildung in Verhaltenstherapie, berufliche Erfahrungen in eigener Projektarbeit mit einem deutschen Jugendlichen und in erlebnispädagogischen Projekten mit kirgisischen Jugendlichen aus Risikogruppen, pädagogische Beratung als stellvertretender Projektleiter von April 2007 bis Oktober 2016 beim Jugendhilfeprojekt Pilger)
  • dem internen Berater (ausgebildeter Erzieher, Psychologe, Musikpädagoge/Dirigent und Bergführer mit über 20-jähriger Erfahrung in der Kinder-/Jugendarbeit, davon 9 Jahre ISE-Projektarbeit, Geschäftsführer von „Pilger“ im Landkreis Hannover, Stadt Pattensen von Januar 2010 bis Oktober 2016)
  • dem Supervisor (Berater, Therapeut, Dr. med./Fachrichtung Psychiatrie, Ausbildung zum Psychotherapeuten und zum Gestalttherapeuten, Gestalt Associates Training Los Angeles – GATLA)
    Sie werden unterstützt durch:

    • einen Juristen mit den Schwerpunkten Kriminologie, Drogen und Politologie
    • eine Sekretärin – Deutsch-Lehrerin, Erfahrungen in Journalistik.

Die Betreuer genossen eine Ausbildung als Lehrer, die die Erzieher-Qualifikation einschließt, mit langjähriger Berufserfahrung. Voraussetzung für alle Betreuer ist eine Zusatzausbildung zum „praktischen Psychologen“, sowie die regelmäßige Teilnahme an Fortbildungen im Bereich Pädagogik und Psychologie, um dem deutschen Standard zu entsprechen.
Darüber hinaus besitzen alle Kollegen spezifische Qualifikationen wie z.B.

  • Sportlehrerdiplom mit Zusatzausbildung in:
    • Bergwandern
    • Klettern
    • Fallschirmspringen
    • Tauchen
    • Wildwasserfahren
    • Rafting
    • Kampfsportarten
    • Selbstverteidigung
  • landwirtschaftliche und handwerkliche Kenntnisse und Fähigkeiten in:
    • Kleintierhaltung
    • Viehzucht
    • Garten- und Ackerbau
    • Tischler- und Maurerhandwerk
    • Renovierung und Installation

Das pädagogische Handeln der Betreuer ist durch Authentizität und Belastbarkeit, Flexibilität und Kreativität geprägt.

Die Betreuungsfamilien und ihr Umfeld
Unter Berücksichtigung der Bedürfnisse des einzelnen Jugendlichen, seiner Entwicklungslage und Interessen werden die Betreuungsstelle, das Betreuungspersonal, bzw. die Betreuungsfamilie ausgewählt. Neben den o. g. fachlichen Voraussetzungen bringen die pädagogisch qualifizierten Familien eine hohe Bereitschaft mit, den Jugendlichen auf- und anzunehmen und ihr familiäres Leben auf dessen pädagogischen Bedarf auszurichten. Um die Entwicklung schädigender Faktoren zu vermeiden und die spezielle pädagogische Einflussnahme ausschließlich auf die individuelle Problemlage des Hilfebedürftigen ausrichten zu können, wird grundsätzlich nur ein Jugendlicher in die Betreuungsfamilie aufgenommen.

Maßnahmen der Qualitätsentwicklung und -sicherung
Qualitätsentwicklung und -sicherung erfolgt durch:

  • Koordination, Beratung und Kontrolle der einzelnen Projekte durch das Leitungsteam (mit einem zentralen Büro sowie mit einem Büro des Geschäftsführers in Hannover)
  • „Rund um die Uhr-Zuständigkeit“/Durchsetzungsfähigkeit des Betreuungspersonals
  • das Qualitäts- und leistungsbewusstssein der Mitarbeiter
  • kontinuierliche Fortbildung der Betreuer sowie des gesamten Personals
  • regelmäßige Fallbesprechung (Leitungsteam und Betreuer)
  • regelmäßige Teamberatung (Leitungsteam mit allen Betreuern)
  • regelmäßige Einzelsupervision (Supervisor – Betreuer)
  • regelmäßige Projektbesuche vor Ort (Geschäftsführer, Stellvertreter oder Supervisor)
  • Rufbereitschaft rund um die Uhr (Geschäftsführer, Stellvertreter, Supervisor)
  • Erreichbarkeit der Projekte täglich von Deutschland aus
  • Halbjährliches Hilfeplangespräch (vorzugsweise durch Besuch des zuständigen Sacharbeiters des Jugendamtes vor Ort)
  • Erziehungsplanung auf der Basis des Hilfeplans
  • Tagesberichte/- Dokumentation
  • Schriftliche Wochenplanung und Auswertung
  • Monatsberichte über die Entwicklung des Jugendlichen
  • Regelmäßige Information der Eltern/ Sorgeberechtigten, der Jugendämter
  • Jährliche Überprüfung der Konzeption/Arbeitstrukturen
  • Informationsaustausch mit:
    • Kirgisischer Botschaft in Berlin
    • zuständiger Deutscher Botschaft
    • Fachaustausch mit der „Gesellschaft für die Entwicklung der Gestalttherapie“ in Bischkek
  • Kooperation mit staatlichen und örtlichen Behörden und Institutionen:
    • Verein „Strannik“ – Hilfszentrum für Kinder und Jugendliche in Kirgisien
    • entsprechendes Bildungsministerium
    • staatlich anerkanntes Bildungszentrum „Praktische Psychologie“ in Kirgisien
    • Berufsbildendes Zentrum in Bischkek
    • „Zentrum der deutschen Kultur“ in Bischkek
    • Goethe Institut
  • Mitgliedschaft in:
    • Bundesverband Erlebnispädagogik e. V.
    • Landesverband privater Träger der freien Kinder-, Jugend- und Sozialhilfe e. V. Niedersachsen
  • Kooperation mit Jugendhilfeeinrichtungen in Deutschland, u. a.:
    • Kinderdorf am Adeligem Holze (Thedinghausen)
    • Feuer und Wasser (Eustrup)
    • Evangelische Jugendheime Heidenheim e.V. (Heidenheim)
    • Fachzentrum für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe der Diakonie Freistatt (Freistatt)
    • St. Petri Kinder- und Jugendhilfe

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