Die demokratische Republik von Bulgarien befindet sich in der Mitte des Balkans als Halbinsel in Südosteuropa. Bulgarien ist landschaftlich in weiten Teilen von den Gebirgen Balkan (Stara Planina), Rila, Pirin und Rhodopen geprägt. Das, was dieses Land so einzigartig macht, ist die ausserordentliche Natur, die alte Geschichte, die ein beispielloses kulturelles Erbe hinterlassen hat, und die gastfreundliche zeitgenossische Art der Menschen. Das Klima ist gemässigt und angenehm, entsprechend dem Mittelmeerklima mit einem heissen Sommer, einem angenehmen Frühling und Herbst und einem nicht zu kaltem Winter, der sogar ausreichend Wintersportaktivitäten ermöglicht. Als Ganzes es ist ein ökologisches Land, mit zahlreichem Tier- und Naturbestand. Die Bulgaren sind sorgfältige, ehrliche und gastfreundliche Menschen, die in einer auffallenden traditionellen sympathischen Weise leben. Ab dem 01.01.2007 ist Bulgarien ein Mitgliedsstaat der Europäischen Union. Bulgarien hat rund 7,72 Millionen Einwohner. Der Grossteil der Bevölkerung lebt in den Stadten südlich des Balkangebirges. Nach der Volkszahlung 2001 sind 83,9 % der Bevölkerung ethnische Bulgaren; 9,4 % sind Türken, 4,7 % Roma. Ausserdem leben da Armenier, Serben, Griechen und Walachen. SpracheDie Amtssprache ist Bulgarisch; weitere Landessprachen sind Türkisch, Romani und Armenisch. Während Romani kaum unterrichtet wird, gibt es in den Siedlungsgebieten der turkischen Minderheit oft Türkisch als Schulfach. MinderheitenZahlen zu den im Land lebenden Minderheiten beruhen auf Schätzungen, vorhandene Datenerhebungen werden von Kritikern als unzuverlässig eingeschatzt. Während die Auslander- und Staatsbürgerschaftsgesetzgebung recht liberal sind und im Wesentlichen ein Augenmerk auf gesetzestreues Verhalten und Unterhalt haben, konzentrieren sich die haufigen Zensusdatenerhebungen wegen des Bevölkerungsruckgangs auf die Staatsbürger und den internationalen Reiseverkehr. Artikel 13 des Bulgarischen Grundgesetzes von 1991 garantiert die Konfessionsfreiheit, hebt jedoch das orthodoxe Christentum als „traditionelle Religion Bulgariens“ hervor (die Bulgarisch-Orthodoxe Kirche wurde 927 anerkannt). Das Grundgesetz schreibt weiter die Trennung von Staat und Religion vor und verpflichtet den Staat zu religioser Neutralität und Parität. Bei der letzten Volkszahlung 2001 bezeichneten sich 83,9 % der Bevölkerung als Christen, die meisten gehören der bulgarischen-orthodoxen Kirche (82,6 %), der Romisch-Katholische Kirche in Bulgarien und der Armenische Apostolische Kirche an. Weitere 12,2 % sind Muslime Die Religiosität und das Vertrauen in die Kirche ist in Bulgarien allerdings wesentlich klein. So bezeichnen sich nur 52% der Bulgaren als religiös, und nur 22% gehen mindestens einmal im Monat in die Kirche. Feiertage
Für die Durchführung des Projektes in dieser Region gibt es gute Bedingungen. Das wirtschaftliche Niveau von Bulgarien ist niedriger als in Deutschland. Das ermöglicht dem jungen Menschen durch die objektiven Schwierigkeiten "das Leben zu lernen". Anderseits geriet der Jugendliche in ein neues Kultur- und Sprachmilieu. Das bereitet dem Jugendlichen die Möglichkeit, das innere Gleichgewicht zu erwerben und entfernt ihn von seiner Krisesituation; der Jugendliche mobilisiert seine Ressourcen fur die Adaptation unter neuen Bedingungen: Die Anpassung an den neuen Lebensraum verläuft unter ständiger Aufsicht der Betreuer und führt zu der Änderung der alten Verhaltensstereotype des Jugendlichen. 2. Beschreibung des Ortes Das Projekt wird im Dorf Lukovo umgesetzt. Das Dorf liegt 40 km nördlich, von der Hauptstadt entfernt. Da gibt es eine Schule, ein Polizeiamt und ein Krankenhaus. In der Nahe befinden sich auch die Orte fur Freizeit und Sportaktivitäten wie z.B. das Schwimmbad. Das Haus, wo der Jugendliche untergebracht wird,
ist von dem Betreuer eigenhändig gebaut, hat 5 Zimmer, eine Küche und einen Baderaum. Im Garten kann der Jugendliche die Fertigkeiten in der Pflanzenpflege erwerben. Dem Jugendlichen wird ein Zimmer von 9 m 2 zur Verfügung gestellt. Er kann das Zimmer nach seinem Wunsch ausrichten. Das entwickelt bei dem jungen Menschen die Fertigkeit, seinen Lebensraum zu organisieren, er lernt dabei mit Werkzeug arbeiten und erwirbt die Fertigkeiten der Renovierung. Der Jugendliche kann nach dem Wunsch eine Katze oder einen Hund halten, sowie Vieher oder Geflügel züchten. Damit lernt der Jugendliche für die Tiere sorgen und auch das Verantwortungsgefühl entwickeln. Lukovo ist ein ruhiger und stiller Ort. Da gibt es kaum Larm und keine Hektik, die für eine grosse Stadt typisch sind, die Zeit läuft gleichmässig und ruhig. Das geringe Lebenstempo wirkt auf den Jugendlichen wohltuend und senkt das Aufkommen von Stress und Unruhe. Der Jugendliche hat zuerst Kontakte zu einer begrenzten Menschengruppe, da er die Fremdsprache nicht kann. Er lernt in der neuen Umgebung sozial mitwirken, baut soziale Strategien auf und lernt die Besonderheiten der fremden Kultur und Mentalität kennen.
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