Landkreis Vechta Vechta,
11.05.2005
Jugendamt
51-33 01 R 8
Pilger-Projekt –
Informationsaustausch zwischen JA Vechta und JA Bergkamen
Junger Volljähriger aus
Vechta:
Rene, geb. 05.03.1987,
Aufenthalt seit 06.09.2003 in
Kirgisien/Zentralasien
Vermerk:
Am Mittwoch, dem 04.05.2005,
meldet sich der Kollege Herr Krüger vom Jugendamt Bergkamen, Tel.
02307-965273, Fax 02307-69299, telefonisch im Hinblick auf einen kurzen
Informationsaustausch bezüglich der Entwicklung im Pilger-Projekt in
Kirgisien.
Herr Krüger teilt mit, dass
ihm per Fax eine Nachricht von dem Auswärtigen Amt mit einer Warnung
bezüglich der politischen instabilen Verhältnisse in Kirgisien
vorliegt und fragt an, ob das Jugendamt Vechta auch eine solche Information
erhalten hat. In Vechta ist weder per Fax noch per Email eine entsprechende
Nachricht eingegangen, was meinerseits gegenüber Herrn Krüger
mitgeteilt wird.
Zum eilgemeinen Eindruck bezüglich der Zusammenarbeit mit dem Projekt-Pilger besteht beiderseits ein sehr positives Bild. Herr Krüger teilt mit:
Von meiner Seite kann
bestätigt werden, dass im Jugendamt Vechta ebenfalls eine positive
Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern des Pilger-Projektes erfolgt:
Von Herrn Krüger und mir
wird überstimmend festgehalten, dass der Gesamteindruck des
Projektverlaufes für den Lebensweg der Jugendlichen als äußerst
positiv und stabilisierend bewertet wird. Es besteht nach hiesigen
Erkenntnissen kein Grund, die Maßnahmen zu unterbrechen.
Nach Rückfrage von Herrn
Krüger beim Landesjugendamt sind auch dort keine Warnungen im Hinblick auf
eine Rückführung der Jugendlichen bekannt.
Meinerseits wird am 04.05.2005.
noch einmal mit der Kindesmutter, Frau R., gesprochen. Frau R. bestätigt,
dass sie noch am 24.04.2005. mit ihrem Sohn Rene telefoniert und er bestätigt
habe, dass er sich in der Familie in Kirgisien sehr wohl fühlt und es
keine besonderen Vorkommnisse gibt, die ihn betreffen oder eine Verunsicherung
in seinem Lebensraum begründet.
Zwischen Herrn Krüger vom
Jugendamt Bergkamen und mir wird vereinbart, dass wir in
regelmäßigen Abständen einen telefonischen Austausch
bezüglich der Entwicklung des Projektes pflegen.
Herr Krüger informiert, dass
Herr Ziegler das nächste Mal am 17.05.2005 zum Hilfeplangespräch in
Bergkamen sein wird. Auch unsererseits wird ein Kontakt erfolgen, um die
aktuelle Situation im Land zu besprächen.
gez. Hochgartz
2.
Durchschrift gelangt:
Jugendamt Bergkamen
Herrn Krüger
zur Kenntnis.
Mit freundlichem Gruß
Im Auftrage:
Hochgartz
3. Herrn Wehebrink zur Kenntnis
51 33 70 kr-
Jugendamt Datum: 17.05.2005
Betr. Jugendhilfe „PILGER“
Projekt
Intensive Sozialpädagogische Einzelbetreuung
Wladimir Ziegler
Durchführungsort – hier die Kirgisische Republik
für Michel S., geb. 13.06.1990,
Daniel S., geb. 21.01.1990, Marcin S. geb. 03.10.1989
Teilnehmer/innen: Frau M. M.,
Frau S., Frau S.
(erziehungsberechtigte Mütter)
Herr Ziegler (Projektleiter),
Frau Bark, Herr Oldenburg, Herr Krüger
(zuständige Bezirksozialarbeiter/in Jugendamt)
Gespräch im Jugendamt am
17. Mai 2005.
Die Teilnehmer wurden
zunächst darüber informiert, dass dass vom Auswärtigen Amt in
Berlin vor ungefähr 14 Tage eine Reisewarnung für die Republik
Kirgisien ausgesprochen wurde.
Entspr. Erkenntnisse bzw.
Mitteilungen hatte eine Rücksprache mit dem Landesjugendamt Niedersachsen
am 4. Mai nicht ergeben.
Zu Situation vor Ort hatte Herr
Ziegler die Beteiligten umgehend und wiederholt informiert. Herr Ziegler
beschrieb die polotisch-geographische Lage an Hand einer Landkarte und zeigte
den jeweiligen Aufenthaltsort von Michel, Marcin und Daniel auf.
Auch aktuell gäbe es keinen
Anlass zur Beunruhigung. Dies gelte nach den gegenwärtigen Erkenntnissen
ebenso für die bevorstehende Präsidentschaftswahl Mitte Juli d.J.
Zudem seien die politischen
Unruhen im Nachbarland Usbekistan davon nicht berührt.
Sofern ein Konflikt für die
betroffenen Jugendlichen dennoch auftreten sollte, seien die Verantwortlichen
im Rahmen der Jugendhilfemaßnahme darauf vorbereitet, d.h. die
Jugendlichen können mit ihren Betreuern vorübergehend in bekannte
Projekte in das Nachbarland Kasachstan wechseln. Mit den Familien dort sei man
eng verbunden.
Nach den gegenwärtigen
Erkenntnissen vertreten die Jugendamtsmitarbeiter/in auch weiterhin die
Aufrechterhaltung der Jugendhilfemaßnahme im Projekt Pilger. Eine
Rücksprache mit dem Jugendamt Landkreis Vechta ergab, dass dort ebenso
verfahren würde.
Die erziehungsberechtigten
Mütter erklärten in unserem Gespräch, dass sie ihre Kinder im
Projekt belassen wollen und Frau M. sowie Frau S. ihre Kinder im Juli, wie
vorgesehen, besuchen werden.
Für die
Jugendamtsmitarbeiter besteht zumindest für diese Zeit noch keine
Dienstreisegenehmigung.
Die Beteiligten im
Jugendhilfeplanverfahren bestätigen mit ihrer Unterschrift die vg. Zusammenfassung
unseres Gesprächs vom 17. Mai 2005.
Unterschriften:
Krüger Oldenburg Bark
Ma… Schm… Si…
Ziegler



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![]() Kollegin vom Jugendamt Bremen besucht eine Projektstelle in Bischkek, Juni 2006 |
![]() Sozialpädagogin aus Vechta beim Besuch in Kigrisien, Oktober 2004 |
![]() Bei der Teamsitzung des Projektes haben auch die Kollegen von der Jugendhilfeeinrichtung „St. Petri“ teilgenommen, Bischkek, Juni 2006 |
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Ein konstruktives Gespräch zwischen den Sacharbeitern des JA Bremen und den Jugendlichen ist auch beim leckeren asiatischen Essen möglich, Sommer 2006 |
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| Hilfeplangespräch im Projektbüro in Bischkek, Sommer 2006 | Sozialpädagogin aus Vechta hat immer Fragen zu besprechen, Herbst 2004 |
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Sozialpädagogin aus Vechta und Journalist von "Oldenburger Münsterland" besuchen eine Projektstelle in einem Bergdorf (beim Aufbau einer Hütte) und ein Werk in Bischkek, wo einer von Jugendlichen "Pilgers" sein Praktikum macht. |
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